Dunkelgrün ist meine Dunkelheit
an der bei Tageslicht weißen Decke
tummeln sich die Phantome der Straße
Lichtreflexe fahrender oder suchender Feuersärge
Tabernakel rostender Götzen
Meine Phantasie ist eingesperrt
in einem splitterfreien Glaskäfig
und die Glocken der Lebensfreude
lachen freundlich über meine zerrissenen Trommelfelle
Licht an
Träume ausziehen
Kerzen ausgehenlassen im Regen
und die Scheinwerfer ausstechen
Am Bordstein tuckert noch immer
ein Gespenst
und spuckt Schatten an die schneegrüne Decke
in dem Raum
in dem die Luft zum freien Atmen
zu dünn geworden ist
Ich breite mich aus
über alle Polster
und lasse die Effekte über mich ergehen
die von Tönen und fehlendem Licht
Aber diese Träume
halten mich nicht zurück
in Wirklichkeit
lassen sie mich die selbsterworbene Bescheidenheit
bis zur Revolte zelebrieren
Darum schließe ich meine Augen
und in einem Jahr
streiche ich meine Wände schwarz
und stopfe Watte in alle verfügbaren Membranen
Dann drücke ich euch beide Hände
fest
um eure Kehlen
ihr Priester der benzinbeflissenen Götter
und wasche meine Hände in HD 30