Irgendwann musste ich ja mal anfangen.

Treue und Vertrauen sind sinnlos, Ratlosigkeit ein
durchaus steuerbarer Luxus, hinsetzen und anfangen,
hier und jetzt, das ist alles.

Gnade und Misstrauen können mir gestohlen bleiben und
die Handauflegungen der geheuchelten Gunst.
Ich lehne mich zurück, wohlgesonnen allen Eskapaden der
Lust.

Kommt nur herein, kommt über mich, Göttinnen und Götter
der musischen Willkür, ich bin offen für eure zutiefst
ehrlich gemeinte Zuneigung.

Ihr seid käuflich, das steht außer Zweifel, doch die
Währung, die ihr anerkennt, ist nicht herstellbar mit
Pressen und Gravuraufträgen, sie ist ganz einfach da,
sie existiert in euren Auserwählten, in deren
Lebenssaft, in den Fingerspitzen, den Nasen und
Zehenspitzen und besonders in den alltäglichen Strömen
von Schweiß.

Deckt meine Seele und meine Gedanken zu, ich bin
bereit, holt euch euren Lohn.

Ich denke an euch, wenn ich hier sitze, und alle Worte,
die meiner Feder entfliehen, sind euch gewidmet, jetzt
schon, als Pflaster für zukünftige Tränen.

Ich beabsichtige nicht kleinlich zu sein.

Wir werden sehen.

Ab jetzt lösche ich meinen Durst mit leeren Seiten.