Gestern traf ich L.C.
Gestern traf ich L.C.
und er belehrte mich
über die Chancen der gezügelten Nächte
ich beherzigte die mutigen
der siebentausend Worte
und erfüllte mein Soll an Zeilen
jede nacht
zwischen Milch und Brot
zwischen unbezahlbarem französischen Cognac
und dem Blick
aus den unsterblichen braunen Augen
die Seiten füllen könnten
zwischen sanfter Musik
und der Luft aus staubigen Rohren
zwischen deiner Nacktheit
und der Unzahl von Schweißperlen
auf Stirnen von Liebenden
zwischen nassem Asphalt
und Filmen mit Humphrey Bogart
zwischen den brennenden Küssen verschweißter Zungen
und dem bescheidenen Händedruck beim bitteren Abschied
zwischen Räumen
in denen die Dunkelheit leuchtet
und in denen wir warten
auf die mutige Erfüllung
der galantesten dieser Worte